Karlsruhe - St. Stephan (2011)

Erbaut              1808 – 1814
Wiederaufbau  1948 – 1955
Innenrenovation mit liturgischer Neugestaltung  2011

Nach Abschluss der Außensanierung wurde die von dem berühmten klassizistischen Baumeister Friedrich Weinbrenner 1808 - 14 nach dem Vorbild des Pantheons in Rom erbaute Kirche im Inneren umfassend renoviert und liturgisch neu geordnet. Eine im Kuppelraum exzentrisch angeordnete Altarinsel wird kreisförmig von den Kirchenbänken umschlossen, so dass entsprechend dem Ideal des II. Vatikanums eine unmittelbare Nähe der Kirchenbesucher zum Altargeschehen erreicht wird. Der Altarbereich wurde als „Insel des Lichts“ von Rolf Bodenseh in Astir Marmor realisiert. Die Prinzipalien bilden mit der Stufenanlage ein bildhauerisches Ensemble, das den Raum neu auf das liturgische Zentrum ausrichtet. Die Gestalt des Wiederaufbaus und die Ausstattung der Nachkriegszeit, am bedeutendsten dürften die drei Wandteppiche im ehemaligen Chorraum von Emil Wachter sein, wurden respektiert und in das neue Konzept integriert. Wegen ihrer Bedeutung als zentraler Ort der Kirchenmusik in Karlsruhe wurde die Klais-Orgel aus dem Jahr 1959 umfassend reorganisiert und modernisiert. Sie fand 2012 wieder ihren Platz auf der südlichen Empore.

Zur Verbesserung der Raumakustik des kuppelbekrönten Baus bei Kirchenkonzerten wurde ein transparentes Schallsegel für den ehemaligen Chorraum für den temporären Einsatz entwickelt.

Link zur Veröffentlichung "DAS MÜNSTER" 4/2013 - Karlsruhe, St. Stephan