Owingen - Weilerkirche St.Georg
Umbauten um 1450, 1830 und 1913
Außenrenovation/Sanierung Langhausdach
2008/2010-2011
Die Weilerkirche wurde um 1150 im spätromanischen Stil erbaut. Sie ist das älteste Gotteshaus im Landesgebiet Hohenzollern. Kirchenpatron ist der Hl. Georg. Bis 1709 war sie Pfarrkirche von Ober- und Unterowingen, sowie der nahen Hainburg. Vom alten Ortsteil Oberowingen blieb ab 1601 nur die Kirche und der Friedhof zurück. Heute dient sie als Friedhofskapelle und ist beliebtes Ziel von Ausflüglern und interessierten Besuchern. Es finden regelmäßige Führungen statt.
Die Weilerkirche überstand die Jahrhunderte ohne grundlegende bauliche Veränderungen. Der ursprünglich romanische Turm stürzte 1830 ein, wurde ohne Apsis wieder aufgebaut und 1913 mit einer “Welschen Haube“ versehen. Die letzte grundlegende Renovierung fand 1978 – 1982 statt.
Ziel der letzten Sanierungsmaßnahmen Anfang des 21. Jahrhunderts waren die Erhaltung der historischen Bausubstanz, möglichst ohne gravierende Eingriffe:
- Sanierung der Dacheindeckungen Welsche Haube und Langhausdach
- Langhausdach: behutsame Sanierung und Überarbeitung des Dachtragwerks. Umdeckung und Austausch der schadhaften Kunststoffschindeln gegen gespaltene Holzschindeln
- Steinfassaden/ Portal: kein Steinaustausch – nur Steinrestaurierung (Festigung, Vernadelung, Hinterfüllung, Originalfugenrestaurierung, Neuverfugung, etc.) und Taubenabwehr Vordach Portal
- Sanierung der Putzflächen (Turmschaft und Sakristei innen) und Holzteile (Laterne)
- Modernisierung der Elektroinstallation und -verteilung, neue Beleuchtung im Dachraum, (zentrale Kabelführung unter dem neuen Steg im Dach)
- Arbeitssicherheit: Einbau von Absturzsicherungen, Geländer, etc. damit Führungen in der Kirche bis ins Dach möglich sind
Die hochwertige Ausstattung der Weilerkirche ist aus Sicherheitsgründen in der neuen Pfarrkirche St. Jakobus untergebracht und gut gesichert.
