Haigerloch
Dachsanierung und Außenrenovation 2013 - 2014
Kaplaneihaus, erbaut 1746
Dachsanierung, Innenrenovation 2015
Schloßkirche, erbaut 1584
Gesamtrenovation 2014 - 2016
Die Stadt Haigerloch ist mit einem reichen Schatz an hochwertigen Denkmalen gesegnet. Allein drei Kirchen stehen der Kirchengemeinde hier zur Verfügung: die Unterstadtkirche St. Nikolaus, die Schloßkirche Hl. Dreifaltigkeit und die Wallfahrtskirche St. Anna.
Diesen Gebäudebestand zu erhalten stellt einen enormen Kraftakt dar. So lagen die letzten umfassenden Sanierungen an den kirchlichen Gebäuden bis in die Fünfzigerjahre zurück.
Akuter Handlungsbedarf an der Annakirche entstand 2013 durch Hausschwammbefall am Dachtragwerk. Putzschollen hatten sich zudem bereits an den Fassaden gelöst und fielen herab.
Das Dachtragwerk wurde zimmermannstechnisch fachgerecht saniert und die Kirche außen renoviert. Zentraler Teil dieser Maßnahme war die steinrestauratorische Überarbeitung des Hauptportals sowie die Schaffung eines barrierefreien Zugangs.
Im Zuge des Pfarrwechsels wurde das ehemalige Kaplaneihaus umfassend innen saniert und modernisiert, sowie das Dachtragwerk instandgesetzt und die Dacheindeckung repariert. Im Erdgeschoss befindet sich ein modernes Pfarrbüro für die gesamte röm. Kath. Kirchengemeinde Eyachtal-Haigerloch St. Anna und im Obergeschoss eine großzügige Pfarrerwohnung.
Die Schloßkirche steht maestätisch auf einem Felsvorsprung oberhalb der Eyach und bildet zusammen mit der darüber liegenden Schlossanlage einen städtebaulichen Akzent gegenüber der Altstadt Haigerlochs auf der anderen Eyachseite.
Zugänglich ist die Kirche von der Unterstadt aus über einen Treppenweg, bzw. von oben über den Schlosshof.
Angesichts der topographischen Lage war die Stellung von Innen- und Aussengerüsten zur Sanierung und Restaurierung der Schloßkirche entsprechend aufwendig.
Nachdem die Kirche vollständig eingerüstet war wurden an den Fassaden schadhafte Steinteile restauriert oder ausgetauscht. Das gesamte Dachtragwerk, speziell die Auflagerbereich wurden zimmermannstechnisch überarbeitet. Zur Verbesserung der Ableitung des Dachschubs mussten Stahlkonstruktionen ergänzt werden. Die Dacheindeckung wurde teilweise erneuert, Verblechungen repariert und ausgetauscht, die Verglasungen saniert und die gesamten Fassaden neu gestrichen.
Im Turm wurden sämtliche Geschoßebenen saniert, da diese nicht mehr begehbar waren und die seit Jahren stillgelegte Läuteanlage wieder in Betrieb gesetzt.
Im Inneren restaurierten diverse Restauratorenteams die Deckengemälde, die gesamte Raumschale und sämtliche Ausstattungen (Fürstenloge, Kanzel, Altäre, Figurenausstattung, etc.).
Kernstück der Ausstattung ist der um 1600 entstandene Renaissance-Hochaltar von Virgilius Moll aus Überlingen. Auch dieser wurde eingerüstet, umfassend untersucht und restauriert. Alle Restaurierungsarbeiten sind in umfassenden Restaurierungsberichten dokumentiert.
Publikationen zur Maßnahme finden sich im Konradsblatt vom 8.10.2017 und im Nachrichtenblatt der Denkmalpflege Heft 2/2018.
