Veringendorf - Pfarrkirche - St. Michael
Innenrenovation und Restaurierung der Raumschale und Ausstattung, technische Modernisierung
2016:
Vorprojekt zur Innenrenovation mit technischer Modernisierung
2022/23:
1. BA: technische Modernisierung mit Begasung Holzschädlingsbefall
2025:
2. BA: Innenrenovation mit Restaurierung Raumschale und Ausstattung
Fertigstellung bis Ende 2025/ Anfang 2026
Die Anfänge der Pfarrkirche St. Michael in Veringendorf gehen zurück bis ins Jahr 1000.
Sie wird als älteste Pfarrkirche Hohenzollerns bezeichnet. Der damalige Bau war eine dreischiffige flachgedeckte Basilika mit einem Dreikonchenchor und zwei Chorflankentürmen.
Von dieser Kirche haben sich die unteren Teile der beiden Türme und die zwei kleinen Seitenapsiden erhalten.
Die mittlere Apside wich zu Beginn des 14. Jahrhunderts dem heutigen Chorraum, der zwischen 1320 und 1330 mit Fresken ausgemalt wurde. Im 18. Jahrhundert wurde, nach Abbruch des dreischiffigen romanischen Langhauses, das heute noch vorhandene barocke Langhaus an die Choranlage mit ihren beiden Türmen angebaut.
Die Raumschale wies aufgrund hoher Raumluftfeuchte einen hohen Grad an Verschmutzungen auf. Im Rahmen eines Vorprojektes im Jahr 2016 wurden Raumschale und Ausstattung, als auch die Haustechnik in enger Zusammenarbeit mit dem LAD untersucht und festgestellt, dass die Verschmutzung der Oberflächen in Zusammenhang mit dem veralteten Heizsystem steht.
In einem ersten Bauabschnitt erfolgte zunächst unter der Bauleitung des Erzb. Bauamtes Konstanz eine technische Modernisierung, bei der die Heizung und sämtliche Elektroinstallationen erneuert und auf den neuesten Stand gebracht wurden. Ebenfalls im ersten Bauabschnitt wurde eine Schädlingsbegasung im Dachtragwerk und in der Kirche durchgeführt.
Nach einer einjährigen Klimaüberwachung folgte der zweite Bauabschnitt, der momentan ebenfalls durch das Erzb. Bauamt umgesetzt wird. Hierbei spielen die Reinigung und Restaurierung der Raumschale, vor allem der Fresken aus dem 14. Jahrhundert im mittelalterlichen Chorraum, eine große Rolle. Doch auch die künstlerische Ausstattung und Möblierung, bestehend aus figürlichen Darstellungen, Ölgemälden, Chorgestühl, Altarretabeln, etc., aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 19. Jahrhundert werden einer Reinigung und Konservierung unterzogen.
Die hohe Wertigkeit der Ausstattung und der Raumschale erfordern bei diesem Projekt einen engmaschigen Austausch zwischen der Bauleitung und der Denkmalpflege sowie den spezialisierten Restaurierungsbetrieben die vor Ort tätig sind.
Das Hauptaugenmerk dieser Maßnahme liegt auf dem Erhalt der Kunstwerke und der anhaltend wirksamen Abwehr weiterer Feuchteschäden in der Kirche durch die Verbesserung der klimatischen Bedingungen im Rahmen der technischen Modernisierung, die gleichzeitig dem Erhalt des Restaurierungsergebnisses dient.
